Unsere Philosopie

Ein Gedicht zur Einstimmung von A. Linder - Pferd und Traktor

Es stund vor mir leicht abgewendet,
als neue Zugkraft der Traktor.
Kein lieber Kopf sich nach mir wendet
es schaut kein Auge, es spielt kein Ohr.
 
Es scharrt kein Huf und mahnt zum Gehen,
kein fragend Blick wirft es mir zu.
Es ist ein unbekümmert Stehen
in metallisch kalter Ruh.
 
Räder, Achsen, Stäbe, Kabel,
schön lackiert, fein ausgedacht.
Doch, wo bleibt der hohe Adel,
der das Pferd zum Freunde macht?
 
Starke Muskeln kraftvoll spielen
unter samtweichem Fell.
Ein edler Sinn, ein zartes Fühlen,
lebende Augen - klar und hell.
 
Ein edles Blut durchpulst das Ross,
es schlägt ein Herz in seinem Leib.
Und nicht ein harter Kolbenstoss,
sein Wille ist's, der Kraft erzeugt.
 
Sein leichter Gang ist kein Getriebe,
das lärmend sich bewegen kann.
Es ist ein wunderbar Gefüge,
wie unser Schöpfer es erfand.
 
Drum lass Dein Wiehern weitertönen,
Du stolzes Pferd. Und bleib auf's neu
mit unsern wackern Bauernsöhnen
der Landwirtschaft, der Scholle treu.

Vorgeschichte

Nach meiner Tätigkeit in div. Reitbetrieben mit Voll- und Warmblutpferden legte ich mir eine reine Freibergerstute Abstammung Va-et-Vient zu.
Ich war erstaunt wegen deren Qualitäten, und setzte diese damals schon im Distanz und Wanderreiten ein. Der Wunsch nach einem Nachfolgepferd, ähnlich Fanny war naheliegend.
1996 musste ich feststellen, dass nicht mehr viele Hengste der Urrasse in der Zucht standen, dass diese gar vom Aussterben bedroht war. So wurde auf meine Initiative hin 1997 die IGOFM gegründet, Zwecks erhalten der Originalhengstlinien und Stutenstämme. Bis 2005 war ich denn auch Vorstandsmitglied in der IGOFM. Mit anfänglich div. mehrfach Aufgaben, und ca. 7000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden.                      
Ich setzte mich konsequent für das ursprüngliche Ziel meiner Idee ein: den reinen FM zu erhalten. Dies wurde leider mehr und mehr, durch verschiedene Einflüsse verunmöglicht.
Zudem bemerkte ich, dass mit der Ansicht, das "Fremdblut" verschwinde auf wundersame Weise, (was natürlich nicht stimmt, sonst würden ja auch die Einkreuzungseffekte wieder verschwinden), spätestens nach 6 Generationen alle Fremdblutlinien zu Original Freibergerblutlinien werden. Die Definition, ein Originalfreiberger dürfe 2 % Fremdblut haben, öffnet der Einkreuzerei natürlich Tür und Tor, und so wird dann ein zurückgekreuzter Hengst aus der total übervertretenen H Linie als Erfolgstory eines "Anpaarungs Programmes" verkauft. Bei einem Bestand von 188 Hengsten gehören deren 50 dieser Blutlinie an, bei 10 existenten Blutlinien. Zum Gleichstand wären noch 450 Hengste von andern Blutlinien nötig.

Dies ist ja nun wirklich keine Specie Rara mehr. Noch schlimmer daran ist eigentlich die Tatsache, dass mit diesem "Programm für begleitete Paarung" Vereins-, Spenden- und Steuergelder ohne den eigentlichen Effekt zu erreichen den man zu erzielen gedachte, nämlich den Originalen Freiberger zu erhalten missverwendet werden. Der absolute Skandal ist jedoch darin enthalten, dass 27 auf Vollblutaraber und Warmblutpferde basierende Hengstlinien, also genealog völlig fremde Genetik, als "erhaltenswert" taxiert wird (diese Kreuzung kann jederzeit mit einer FM Stute und einem VA Hengst erzielt werden) und von den Fördergeldern des Programmes profitiert, dasselbe gilt auch für die auf Warmblut Founderhengsten basierenden unreinen Linien. Denn nur das männliche Tier kann die Y Chromosomen seiner Vorfahren weiter vererben! Siehe Herdebuchordnung des RRFB! Wenn sie fremde Hengste einkreuzen, entspricht dies einem adoptiv Sohn bei den Menschen, dieser ist dem adoptiv Vater genetisch nicht verwandt. Sondern seinem eigentlichen blutsverwandten Vater!
  
Hingegen will man die reine Linie D (Diogenes) die auf Jurapferd basiert weghaben, sie wird schon als "ausgestorben" bezeichnet obschon noch Hengste vorhanden sind. Pikant ist ferner die Tatsache, dass die Linie Don (vom VA Doktryner abstammend) als die Hengste in der Deutschschweiz standen beinahe ausgestorben wäre, seitdem jedoch Fördergelder fliessen und der letzte Don Hengst im Jura stationiert wurde, womit auch die Gelder dorthin fliessen, dieser anscheinend über 100 Stuten belegt hat. (Ein Schelm der etwas Böses denkt!)
Durch die obigen Ansichten wird der Sinn und Zweck der IG in Frage gestellt, schlicht ausgedrückt sie ist Sinnlos geworden. Für so etwas hatte ich mich nicht engagiert, und ich trat aus der IGOFM aus.
Dem Rückgang des OFM Bestandes, konnte so nicht Einhalt geboten werden. Heute kann ich frei, ohne Rück- sichtnahme für mein Ziel einstehen, und es mit meinen Partnern zusammen erreichen.
 
Heidi Gurtner

Unser Ziel

Deshalb haben wir uns der Aufgabe verschrieben, die Genetik des urschweizerischen Freibergerpferdes (früher Jurapferd genannt) in gleich hohem Anteil zu erhalten, wie es in der Rasse bis Mitte des letzten Jahrhunderts, nämlich bis 1950, noch vorhanden war. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Rassestandard geschaffen worden. Die Rasse die Rasse kann mit Einschränkungen als durchgezüchtet  ezeichnet werden. D.h. durch geschickte Anpaarung innerhalb der Rasse kann jederzeit das marktgängige Pferd gezüchtet werden.  

 
Daraus ergibt sich folgendes Zuchtziel:
Genetik aller Blutlinien von Hengsten und Stuten bis 1950 ohne „Fremdblut“ erhalten.
Gezüchtet wird ein mittleres Quadratpferd im Stockmass 150-160 cm ( + - Toleranz) mit einwandfreiem Charakter, guter Gesundheit, Leichtfuttrigkeit, Fruchtbarkeit, gutem harmonischem Körperbau und normalen Gangqualitäten. Es soll sich klar vom Warmblut abheben, und als Freiberger erkennbar sein. Kaltblut Eigenheiten sind rechtens (bei einer Kaltblutrasse notabene.) Farbschläge : Braune, Füchse, Rappen und Sonderfarben. Schönes Langhaar, Doppelmähne, und Behang. usw Es sollen die traditionellen 3 Typen gezüchtet werden, leichtere, mittlere und schwerere Pferde, der Freiberger war noch nie eine gleichförmige Rasse. 

Begründung

Nach unserer Rechnung beträgt der Anteil dieser Genetik ca. 85% beim sogenannten alten Schlag. Beim neuzeitlichen „Warmblut-Freiberger“ beträgt dieser Anteil noch 45%; und dies, mit sinkender Tendenz wie  Studien zeigen, weil immer noch Tiere mit 50% Fremdgenetik in der Zucht stehen. Die Genetik dieses „modernen, neuzeitlichen“ Freibergers, stammt jedoch Patriachal aus dem grossen europäischen Warmblut Genpool.
Diese Kreuzungen sind nebst dem Stockmass von 1,5 bis 1,6 Metern kaum noch von einem Warmblut Pferd  zu unterscheiden. Sie weisen Eigenschaften eines Warmblüters auf, ohne aber die Leistungen eines solchen zu erreichen. Sie profitieren vom legendären Ruf der Urrasse, ohne jedoch deren Eigenschaften zu besitzen. Die da sind: Robustheit, Leichtfuttrigkeit, gute Gesundheit, einfacher Umgang, Gutmütigkeit, Fruchtbarkeit. Von allem am gravierendsten ist die Tatsache, dass sich 4 Erbkrankheiten in die Rasse eingeschlichen haben, welche beim Urfreiberger unbekannt sind.

Anhand der Abstammungspapiere kann ein Käufer, nicht feststellen ob er ein Pferd mit Fremdgentik erwirbt, weil schon die Nachkommen von Founderhengsten welche 50% Fremdgenetik aufweisen als "Reinzuchtfreiberger" bezeichnet werden und nicht als Kreuzungsprodukte. Ein Fremdblutanteil des Pferdes wird nicht ausgewiesen. Das grenzt an Unredlichkeit und birgt für gutgläubige, unwissende Käufer oft böse Überraschungen. Dies ist natürlich für die Rasse allgemein nicht förderlich. Abschreckende Beispiele können wir aus unserem Kunden Umfeld, jederzeit präsentieren. Es genügt eben nicht einfach ein mittleres Pferd alleine zu züchten welches möglichst noch hoch im Blut steht, und es von einem Speziallisten auf einen Spitzenplatz am Feldtest zu bringen, und entsprechend zu verkaufen, wenn dann der Käufer in der Annahme er kaufe einen gutmütigen Freiberger alten Schlages damit nicht klar kommt. Mit einem sochen Pferd kommt auch nach dem FT nur ein Spezialist zurecht, und das sind im Schnitt nicht die Käufer von FM Pferden.

Zudem nimmt der Fremdblutanteil der Rasse infolge Wegsterbens der reinen Pferde, und Eintritt von jungen,
hoch im Blut stehenden Pferden in die Zucht, und weil vor allem sog. Nuller Pferde in der Klasse C figurieren drastisch zu.  Reine Pferde sind noch sehr kaltblütig vom Phänotyp her, und erhalten deshalb schlechte Noten. Damit verschwinden sie und damit ihre gute Genetik, aus der Rasse. 

Nach unsere Berechnung ergibt sich ein Fremdgentik Mehranteil pro Jahr ab 2010 von durchschnittlich 2.5 % (Basis Zuchtbuch 2005) d.h. innerhalb von 20 Jahren wird das"mittlere Kaltblutpferd" der "Originale Freiberger" zu einem normalen Warmblutpferd verkommen sein. Den Züchtern ist natürlich dieses "Blutgestürm" egal, sie wollen Pferde verkaufen und Geld verdienen und zwar jetzt. Umsomehr Verantwortung lastet auf den Verbandsfunktionären und Richtern die alles steuern, sie sollten am besten wissen, dass man nicht ein multikulti Pferd zum Freiberger "ernennen" kann, auf dem Papier geht dies wohl, in der Praxis ist die Genetik massgebend. Ein mit Bernhardinerhund verkreuzter Berner Sennenhund können sie ja auch nicht zum Berner Sennenhund erklären nur weil das Wort "Bern" oder "Hund" drin ist. Genauso verhält es sich mit einer Kaltblut-Pferderasse in welche sie AV oder Warmblut Pferd einkreuzen dies ergibt klar Mischlinge (und ist der Blutanteil noch so klein,= Lehrmeinung). Denn dass das Jurapferd von unsern Vorfahren noch bis 1945 als Kaltblutpferd wahrgenommen und bezeichnet wurde, ist dokumentiert. Es stellt die Aussagen heutiger Autoren, die das Gegenteil behaupten in Frage.
 
Ein Deutscher Kunde hat sich einmal beim Besehen eines Hengstes aus der Q Linie geäussert:"Typisch Deutsches Reitpony nur etwa 5 cm grösser."  Wie recht er doch hatte wird die Zukunft zeigen, wenn das Jurapferd der Stolz von uns allen dereinst verschwunden ist, und an dessen Stelle ein Pferd mit dem Namen Freiberger getreten ist, welches noch bestenfalls als "Kleines Schweizer Warmblut" oder als Araber mit Fremdblut (mit ev. etwas Freibergergenetik drin) bezeichnet werden kann.
 
Einige dieser Pferde, stammen von Vollblutarabern ab, und weisen auch deren Masse auf. Es ist offensichtlich, dass hier eine Verdrängungszucht durch Einkreuzen stattgefunden hat, und leider, seinen weiteren Fortlauf nimmt. Wir wollen uns mit verschiedenen Massnahmen  (welche aus Platzgründen hier nicht im Einzelnen erläutert werden können) für das Weiterbestehen der ursprünglichen Rasse einsetzen und unser Zuchtziel ohne „Fremdblut“ erreichen. Aus guten Gründen, denn so können wir allfällige finanzielle Ansprüche und andere möglichen Forderungen gegenüber der FM Rasse, seitens der Veredlerrassen Verbänden, Rechtsnachfolgern von diesen, oder gar Firmen abwehren. Zugegeben zur Zeit ist dies nach unseren Erhebungen kein Thema, was jedoch mittelfristig in 5-10 Jahren sein werde, sei natürlich nicht absehbar, so die Auskunft.
Nur eben negative Beispiele dieser Art in der Tierzucht, mahnen zur Vorsicht.   
 
Wir vertreten die Meinung, dass bei einem vorhandenen Bestand von ca. 20'000 Freiberger Pferden ein Anteil von 1'000 Pferden „alten Schlages“,  nötig und vertretbar sind. Nicht zuletzt auch deshalb, um stets auf eine lebende „Gen-Bank“ zurückgreifen zu können. Es gibt Züchter, Halter und Kenner, welche die Qualitäten und Eigenschaften dieser Pferde kennen, schätzen und an deren Fortbestand lebhaft interessiert sind.
 
Im Weiteren stellt der Reinblut Freiberger die echte Biodiversität dar. Mit der Unterzeichnung des Rio-Protokolls hat sich die Schweiz denn auch zu deren Erhaltung verpflichtet.
 
Im Jahre 2011 standen nach Stefan Klopfenstein SFV Gerant noch 300 Pferde ohne Fremdblut in der Zucht. Zudem wird der grösste Teil davon noch eingekreuzt. Auf unserem Hof halten wir momentan 33 sogenannte "Nuller", d.h. Pferde mit 0,0% Fremdblut total stehen von uns über 50 Pferde in der CH und EU. Davon absolute genetische Raritäten. Wir nehmen für uns in Anspruch, in der Schweiz der Hof mit den meisten Urfreibergern schlechthin zu sein.

Aufruf zur Erhaltung der Stammrasse

Zusammen mit unseren neuen Partnern dem SFZV (dieser hat an der DV 2011 in Riedholz ein neues HB Stutbook Urfreiberger gegründet)  und dem BLW betrachten wir uns als den harten Kern der Urrasse-Züchter, und rufen hiermit weitere Interessenten, Halter und Züchter von Urfreibergern auf, sich bei uns zu melden, um unseren Gedanken und Bestrebungen gemeinsam zum Durchbruch zu verhelfen. Gefragt sind inskünftig vor allem:
  • Fachleute mit Zuchterfahrung, Betriebe mit der Möglichkeit, Fohlen aufzuziehen, Jungpferde auszubilden sowie gute Stuten und Zuchthengste zu ziehen, nicht zuletzt um diese Tiere zu einem vernünftigen, erschwinglichen Preis auf den Markt zu bringen. Es werden auch Stuten zur Zucht abgegeben, die Züchter müssen jedoch Urfreiberger züchten
 
All diese Voraussetzungen sind vollkommenerweise gepaart mit Idealismus, Durchhaltevermögen, sowie Respekt vor den Leistungen unserer Vorfahren, welche diese besondere Pferderasse, wie historische Dokumente belegen, seit über 200 Jahren bewahrt haben.
 
Denn die Geschichte des Jurapferdes, lässt sich weit hinter die Gründung des SFZV zurück verfolgen.
 
Von „Pro specie Rara“ wurde in einer früheren Publikation der  Ur Freiberger beschrieben, als:
 
ein zähes, anspruchsloses, trittsicheres, umgängliches und belastbares Bergpferd, das schon in vorrömischer Zeit in der gleichnamigen Gegend beheimatet war.
(Heute ist dieser Passus "verschwunden". Anstelle des "Originalfreibergers" ist ein Hinweis auf die Freiberger des SFV allgemein, auf der HP der Spendengeld Organisation PSR zu erkennen. Warum wohl, ist aus dieser Richtung ev. mehr Spendengeld zu erwarten ?)
 
Tatsächlich entnehmen wir der Dissertation " Das helvetisch-gallische Pferd" von Dr. Marek von 1898, dass
schon in prähistorischer Zeit im Raum Neuenburger-, Bieler-, Moossee und Seeland Hauspferde existierten.
Eine Verwandtschaft zum heutigen Hauspferd, namentlich dem Freiberger Pferd, schliesst er jedoch nach den
damaligen wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden aus. (Und nach den heutigen Möglichkeiten?)
Neuere Erkenntnisse, weisen im Gebiet der Westschweiz (Mormont) darauf hin, dass um 120 - 80 v.Ch ein ganz anderer grösserer Pferdetyp, auch noch in vorrömischer Zeit vorhanden war. Auf diese Funde ist man um 1982 gestossen. Im weitern steht ausser Zweifel und ist durch Funde belegt, dass das heutige Gebiet des Juras von den Kelten bewohnt war, (Menhir von Courgenay etc) und die Römer nur den schon vorhandenen Keltenpfaden, welche verbessert wurden folgten. Den Aufzeichnungen von Julius Cäsars "Il Bello Gallico" nach, war die Volksgruppe der Sequaner am Juranordfuss (später Franche Comté) beheimatet. Diese waren anscheinend schon mit berittenen Kämpfern oder ev.Tragetieren vertraut. Es ist unwahrscheinlich, dass diese mit den "Helveti" im Schweizer Mittelland keinen Kontakt gehabt haben. (Zu was dienten den die "Trampelpfade" welche später von den Römern zu Strassen ausgebaut wurden, wenn nicht zum Handel oder Krieg zu betreiben; Raub, von Sklaven,Frauen, Pferden, Rindern etc.?)
Die nachstossenden Burgunder im gleichen Gebiet,  hielten verm. Ardennische Pferde, aus welchen das Comtois Pferd enstand, in der damaligen Franche Comte, (Freigrafschaft Burgund, dazugehörend die Freiberge). Dieses Comtoispferd dürfte dem Jurapferd genealogisch nahestehen, die Jurabauern haben gelegentlich sogar in neuer Zeit diese Rasse zum Genetikaustausch eigesetzt. Zudem ist allgemein bekannt, in allen Deutschen (germanischen) Landrassen (Kaltblut) läuft Jurapferd. (Quelle Dr. Dr. Erich Flade.)
Die moderne Wissenschaft bietet hier heute die Möglichkeit mittels DNA Analysen etc, diesen Geheimnissen der Rassen und damit auch kulturhistorischen. medizinischen Fragen einer Tierart, und einer Region auf die Spur zu kommen. Sie stellen einen unschätzbaren Wert für ein Land bzw. einer Region dar. Wenn wir den Urfreiberger wegkreuzen, werden wir diese wichtigen Daten nie erfahren.
 
Der Presse war 2007 zu entnehmen, dass das Evolèner Rind als einziges in Europa Genetikspuren von
Urrasse Rindern aus dem nahen Osten (Mesopotamien) aufweist. Man vermutet die Römer als die Urheber.
Die Evolèner Rinderzüchter sollen sich seinerzeit mit der Waffe in der Hand, gegen die Beauftragten des Bundes gewehrt haben, welche ihnen die Stiere hätten kastrieren sollen. Danke und Hut ab vor diesen ein
fachen Walliser Bergbauern sie haben dem Land durch ihre Beharrlichkeit ein Perle der Tierzucht erhalten.
Sie liessen sich nicht beirren, und haben damit dem Wallis und der Schweiz zu internationaler  Anerkennung
verholfen. Die Tragweite dieser Entdeckung wird von der Fachwelt bereits bemerkt und anerkannt.
 
Wo bleibt die Weitsicht und die Beharrlicheit der Jurassier, hinsichtlich des Jurapferdes? Wo bleiben die Jurassier die uns die Grundsteine der  Uhren- und Maschinenindustrie gelegt haben? Die den Freiberger aus einer einfachen Landrasse erzüchtet haben, dieses einfache "Bauernpferd" das vom Ausland als züchterische Höchstleistung anerkannt wird. Muss dieser Urtyp tatsächlich verschwinden?
Müssen da ausgerechnet Deutschweizer kommen um die Genetik des Jurapferdes vor dem Untergang zu bewahren?
Nie würden wir einen einzigen, unserer urtümlichen Freiberger gegen zehn "Zurückgekreuzte" tauschen.  Mit jenen Pferden verbinden wir unsere Jugend, die Feld und Waldarbeit mit diesen Pferden,  den natürlichen, wilden Jura mit seinen Menschen, unsere Armee, und die Wehrhaftigkeit unserer Väter (nicht nur die Militärische) unsere schöne Heimat. Diese Pferde sind unser Stolz, und immer wieder freuen wir uns auf einem Hof diesen unverwechselbaren freundlichen Tieren zu begegnen.  Bei welchen man von weitem sieht: aha das ist noch ein echter unverfälschter Freiberger, ein echter Eidgenosse. Wenigstens einer, welchen wir unsern Nachkommen für was auch immer bewahren konnten. Wenn sonst schon alles urtümliche, dem Modernen weichen soll. 

HELFEN SIE MIT, DEN URSPRÜNGLICHEN FREIBERGER, EIN KULTURGUT UNSERES LANDES, ZU ERHALTEN.